Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit der Gesundheit der Bullys und den verschiedenen möglichen Zuchttypen. Auf diesem Bild sieht man unsere drei Rüden Jimbo, Spocky und Harry, die quasi auch unsere Lehrmeister waren, um das komplexe Bild der Frenchies zu begreifen.

 

 

 

Ohne hier auf weitere Befunde eingehen zu wollen, kann auch ein Laie erahnen, welcher Körper hier extrem lauffreudig und sportlich ist und welcher deutlich eingeschränkt.

 

Die Französische Bulldogge hat zwei große Baustellen, die vor allem durch die Übertypisierung und Selektion auf übertriebene Standardauslegung entstanden sind. Dies sind zum einen mehr oder weniger stark ausgeprägte Missbildungen der oberen Atemwege, allgemein als das Brachyzephale Atemwegsyndrom bezeichnet, zum anderen sind es die Deformationen der Wirbelsäule, wobei hier die Keilwirbelbildung das wohl bekannteste Merkmal unserer Franzosen ist. Wir fokussieren unsere Zucht in erster Linie auf Erhaltung der uneingeschränkten Atmung und schmerzfreie Bewegungsfähigkeit der Franzosen.

Laufen und Atmen sind die wichtigsten Grundbedürfnisse des Caniden und es ist für uns unbegreiflich, wie man hier aufgrund von "Schönheitsidealen" Kompromisse contra Hund und dessen Gesundheit eingehen kann.

Dennoch muss auch ganz klar betont werden, dass ein absolut befundfreier Bully eine höchst seltene Ausnahme ist. Befunde, die den Hund nicht einschränken, sind zu tolerieren.

Es ist in dieser Rasse ein insgesamt sehr heikles und schwieriges Thema und viele engagierte Züchter probieren hier auf ganz verschiedenen Wegen den kleinen drolligen Molosser zu verbessern.

 

Wir machen kein Geheimnis aus Abstammung und Befunden unserer Hunde, es muss uns auch niemand mehrfach besuchen und eine Anzahlung leisten, um Einsicht in die Pedigrees und Auswertungen zu bekommen. Daher sind die wichtigen Ergebnisse und Röntgenbilder hier auf der HP bei den jeweiligen Hunden hinterlegt.

 

Ich werde auch die nicht so glorreichen Seiten meiner Hunde bzw. Verpaarungen veröffentlichen, so dass andere Interessierte sich grob orientieren und auch gerne nachfragen können. Nur so kann man Linien analysieren und einschätzen, nur so kann man Befunde intelligent ergänzen. Es nutzen mir die aufwändigsten und teuersten Untersuchungen nichts, wenn ich erkennbare Defekte verheimliche. Nicht ausreichend stabile Hunde werden von der Zucht ausgeschlossen, wie ich es bei meinen Rüden und Amy entschieden habe. Objektive Selbstkritik ist besser für die Entwicklung und Erhaltung der Rasse als Betriebsblindheit zum Wohle des Egos.

 

Vor Jahren haben wir dieses Zitat des Norwich-Terrier-Züchters Dietmar Schulz gefunden, welches eine gelungene Empfehlung für Welpeninteressenten - und gerade in Bezug auf unsere Rasse - aktueller denn je ist:

 

Egal, für welche Rasse immer Sie sich interessieren mögen: Verlassen Sie die Stätte des Grauens stehenden Fußes, wo der "erfahrende und kompetente" Züchter seine Hunde "praktisch" (was immer das auch heißen mag) ohne jegliche erbliche Belastung darstellt. Denn dies sagt er schlimmerweise aus Unwissenheit, unverzeihlicherweise aus Ignoranz und verwerflicherweise aus Unehrlichkeit.

Wir versuchen immer ein objektives Auge auf unsere Hunde zu richten.

Unsere (Zucht)-Hunde sind mindestens untersucht auf:

 

- Herzkrankheiten per EKG und Herzultraschall

- Brachyzephale Atemnotsyndrom mittels CT, MRT oder Laryngoskopie ab 18 Monaten

- Deformierungen und Stenosen der Wirbelkörper sowie Durchfluss des Wirbelkanals

  per Computertomografie oder Magnetresonanztomografie ab 18 Monaten

- Patellaluxation

- Hüftgelenkdysplasie

- Augenuntersuchung, mindestens auf Entropium, Ektropium, Distichiasis und Katarakt

- Zahnstatus

- Dilution

- DNA-Profil inkl. weiterer Gentests, wie DM, CDDY, CDPA, IVDD Risk etc.

 

Die Auswertung der Untersuchungen erfolgt durch einen Fachtierarzt der Radiologie und GRSK Gutachter.

 

Unsere Hunde und auch die Welpen werden gebarft und so wenig wie nötig entwurmt und geimpft. Die übliche Frühimpfung mit 8 Wochen ist überholt genauso wie die permanente jährliche Auffrischung. Wir arbeiten eng mit einer ganzheitlich arbeitenden Tierärztin zusammen, so dass der Impfplan jedes einzelnen Welpen nach Wunsch und Bedarf besprochen und angepasst werden kann. 

 

Aufgrund des irrsinnigen Gesetzes, dass eine Tollwutimpfung bei Greunzübertritt innerhalb der EU ab der 12. Woche Pflicht ist und erst mit Anfang der 16. Gültigkeit hat, obwohl es in keinem Land der EU eine Tollwutimpfpflicht gibt, werden wir keine Hunde ins Ausland verkaufen. Ich werde keinen Welpen so früh gegen Tollwut impfen lassen und in der gesamten Prägezeit in unserem Rudel verwahren. Ich bin aber gerne bei der Vermittlung seriöser Züchter für andere Länder behilflich.

 

Hier etwas Lesestoff zur Information:

 

Neue Erkenntnisse zum Thema Impfen von Tierheilpraxis Iris Kamp

Wir impfen nicht - Dr. med. vet. Jutta Ziegler

Impfschäden als Ursache zahlreicher Gesundheitsprobleme

Der Impfwahnsinn

Impffrei.at

Suzanne Humphries - Humanmediziners Erklärung über Impfstoffe

 

Auf hier noch einmal der Hinweis auf die jahrelang ausgearbeitete Infoseite Gesunde Bulldoggen, die vielfältige Informationen erhält. 

Unsere Hunde und Welpen werden mit Frischkost von umliegenden Fleischerzeugern ernährt.

Auch die Babys werden mit Barf gefüttert, ab der 6. Woche sind Hühnerhälse knacken kein Problem und wir können friedlich mit allen Hunden im Rudel fressen.

Pelicanos-Mutter Lola, die dem sportlicheren Typ entspricht, mit ihrem Schatten,

der eher den gedrungenen Standardtypen zeigt.

Alle Lolakinder haben bewegliche Wackelruten, die die Stimmung hervorragend anzeigen und Pflege überflüssig machen.

Lass uns Reden mein Hundezüchter-Freund

 

Amüsanter, ernster, lehrreicher Text, der zum Nachdenken anregt und die Sicht der Dinge rund um Hundezucht ohne Übertreibungen und Beschönigungen beschreibt.

 

Herrliches Fundstück!